Mittwoch, 27. August 2014

Weberei-Preview und ein Papierhirsch


Mist.
Viele Blogger haben das wohl schon mal erlebt.
Da wollte ich für den Blogpost vom Sonntag etwas vorbereiten und drücke auf Veröffentlichen 
statt auf  Vorschau.
Ich habe den Inhalt des Posts gleich gelöscht, aber Blogger ist schneller und lässt mein erstes animiertes gif gerade auf manchen Vorschau-Sidebars durchlaufen.
MistMist- Sidebargeflimmer finde ich nämlich doof.

Nun denn- dann kann ich euch das Filmchen am Ende das Posts auch gleich ganz zeigen.
Und damit das Geflimmere auf der Seitenleiste aufhört steht da jetzt am Postanfang ein viel schöneres Bild. Das ist der wunderbare Papierhirsch der Tochter.
Unglaublich dass das Objekt am Wochenende noch dieses Papierhäufchen war, oder?
Den Hirsch kann man hier herunterladen.
Auf der Seite findet sich auch eine detaillierte Anleitung wie man grundsätzlich eine solche Papierfigur konstruiert. Jan hat das wirklich toll beschrieben, vielen Dank!

Aber nun zum bewegten Bild unten- das habe ich mit Hilfe der Lieblingsnachbarin fotografiert und der Sohn hat aus den einzelnen Bildern ein gif gebastelt. Das Projekt stelle ich euch dann am Sonntag detailliert vor. Lucy hat nämlich als Thema für die Stoffspielereien "Weberei" vorgeschlagen- und wie man sieht habe ich das etwas freier interpretiert......

video
edit:  als gif flimmert der Film permanent- Videos zum Anklicken sind da angenehmer......
Bis Sonntag!

Sonntag, 24. August 2014

Wochenrückblick: modulares Origami, eine Papierskulptur, Andreas Arya und meine Hamsterei für den Winter.


In der neuen Handmade Kultur ( Danke, Anne!) sind ein paar tolle Projekte für die Ferienzeit enthalten- meine papierbegeisterte Tochter hat in der Zeitschrift gleich zwei interessante Anleitungen gefunden. Sie meint, dass die Beschreibungen ganz gut nachzuvollziehen wären.

Die neue Kugel  passt perfekt zu ihren anderen Faltobjekten.
( Unterschiedliche Anleitungen dieser Art findet ihr mit dem Stichwort Kusudama auf Youtube. )

Ganz fasziniert waren wir von den Papierskulpturen für die Wand.
In der Zeitschrift stellt Anastasia von der Kreativbühne ein Pferd vor, die Anleitung kann man auch auf der Homepage der Handmade Kultur herunterladen.
Wir haben nur Druckerpapier genommen und leider die Linien nach außen platziert- aber der Klebespaß beim dreidimensionalen Zusammenpuzzeln war groß.
Silke kam da mit ihrer Sprayempfehlung gerade recht- wir haben mit den neuen Edding-Acryldosen dem Pferd ein Pastellfinish verpasst. Das stabilisiert das zu dünne Papier und deckt die Linien perfekt ab.

Das Pferd hängt bereits an der Wand.
Der Hirsch ist schon in Arbeit und eigene Entwürfe sind geplant.
( Die Ferien der Tochter sind gerettet....)

---------------------------------------------------------------

Andrea kam hier vorbei und hat sich Ösen in ihre Arya einschlagen lassen- ihre Tasche muss ich euch unbedingt zeigen:


Die Stoffe sind von IKEA.
Und die Tasche ist schlichtweg perfekt.

-----------------------------------------------------------

Beim Urlaub in Oberfranken wurde wieder mal klar, was Heimat bedeutet:
Mein Vater hat uns zum Pilzesuchen mit in den Wald genommen . Heimat ist, wenn man ahnt wo was zu finden ist. Und dann auch Glück hat und was findet.
Es gibt tatsächlich kaum einen schöneren Grund, morgens um dreiviertel 7 das Haus zu verlassen.
(Seht ihr die 4 Steinpilze allein auf dem linken Foto?)

Steinpilze trocknen, Tomatensugo einkochen, Bohnen einfrieren.
Wir konservieren uns den seltsamen Sommer.
Ich bin dann mal wieder im Garten :)

Samstag, 2. August 2014

Siebdruck: Spiralmäppchen

Bedruckte Spiralmäppchen  - das spukt mir schon lange im Kopf herum.
Gemusterten Filz entwerfen, Etuis mit Firmenlogos für meine gewerblichen Kunden bedrucken- da gäbe es so viele Einsatzmöglichkeiten.
Ich hatte mir das mit dem Siebdruck ganz einfach vorgestellt, im Studium waren wir viel und gern  in der Siebdruckwerkstatt. Da hat uns der Hausmeister allerdings die Vorarbeiten abgenommen .....
Aber die letzten Monate blieb ich frustrierend lange in der Vorstufe stecken. Denn das Belichten der Siebe war erheblich schwieriger als erwartet.
(Was ich da alles probiert habe erzähle ich mal gesondert. Mein Hauptproblem war, die Folienvorlage für die Belichtung des Siebes wirklich UV-dicht zu bekommen.)

Aber wie man sieht: Jetzt klappt das, zuerst mit einfacheren Formen:

 ... oder auch mit schwierigeren Motiven, wenn der Wunsch der Fans groß genug ist:

Die Mäppchen sind genau rechtzeitig für das Bundespferdefestival in Ellwangen fertig geworden.
Barbara hat mich nämlich auf ihren Stand in der Ellwanger Innenstadt eingeladen, dort darf ich neben ihren Glasperlen meine Spiralmäppchen und Geldbeutel zeigen.
Eine nette Begegnung am Wegesrand im Monatfon neulich war die Inspiration für das unregelmäßige Fleckenmuster:

So gibt es das Spiralmäppchen morgen ab 13 Uhr in der Ellwanger Innenstadt.
Zudem habe ich noch ein paar Geldbeutel genäht, beim Markt vor 14 Tagen habe ich nämlich die Erfahrung gemacht, dass Eulen immer noch ein echtes Thema sind:

Jetzt in den Ferien habe ich endlich Zeit für Siebdruck- macht euch auf was gefasst :)

Sonntag, 27. Juli 2014

Stoffspielereien: Sashiko

Sashiko war Frifris Themenvorschlag für den Juli.
Mit dem vollen Terminplan vor den Sommerferien war so eine konkrete Vorgabe ein guter Leitfaden. Deshalb habe ich mich auch an die traditionellen Materialien (indigogefärbter dunkler Stoff und helles Garn) und ein klassisches Muster gehalten.

Zuerst habe ich verschiedene Nadeln ausprobiert: Sticknadeln und Nähnadeln, je länger desto besser. Die Nadeln müssen möglichst dünn sein, sonst tut man sich beim Sticken durch den derben Stoff zu schwer.
Den ursprünglichen Plan, die Einlage aus Baumwollvlies  gleich mitzufassen habe ich deshalb schnell aufgegeben.
Die Nadel rechts ist super zum Arbeiten, das kleine Öhr lässt sich aber nur mit einem Einfädler bestücken.

Den Rapport des Musters habe ich mit dem Grafikprogramm so bearbeitet, dass es genau zu meiner Strickzeugtasche passt. Übertragen habe ich die Wellen mit einer Schablone aus dickem Papier.
Da hätte ich genauer arbeiten sollen, mit präzise definierten Mittelpunkten tut man sich beim Sticken leichter.
Zum Aufzeichnen habe ich einen Stift mit Keramikmine genommen, die bricht nicht so leicht ab wie Kreidemine und hält besser. Das Baumwollgarn habe ich schon ewig in meinem Fundus- ich habe keine Ahnung was das mal war.....
Sehr hilfreich beim Sticken durch das dicke Material ist ein Fadenzieher. Man klemmt die Spitze der Nadel fest und kann viel einfacher und fester ziehen.
Ganz wichtig beim Sashiko ist, dass die Kreuzungspunkte frei bleiben.
Könnt ihr euch an den Weitsprung im Sportunterricht erinnern? Wenn die Schritte vor dem Balken kürzer werden damit man nicht übertritt? So ging es mir beim Sticken- vor dem Kreuzungspunkt war ich oft zu kurz oder zu lang für einen letzten gleichmäßigen Stich.
Und so schauen meine Kreuzungen sehr handmade aus- aber ich habe mich jetzt damit arrangiert.
Ich kann das nicht besser.

Sticken ist für mich ein Flow, das funktioniert z.B. bei Alabama Chanin bestens.
Der Perfektionsanspruch bei Sashiko ist ein ganz anderer, das ist irgendwie nicht so mein Ding.
Aber es war sehr interessant, das mal auszuprobieren!


Die Kosmetiktasche ist mit laminierter Baumwolle gefüttert, ich möchte sie nicht so oft waschen. Der dunkle Jeans färbt erbarmungslos ab und ich könnte mir vorstellen, dass die weißen Fäden mit den Wäschen verblauen.
So alles in allem bin ich jetzt schlauer und habe eine neue kleine Tasche.
Die ich trotz ihrer Mängel gern mag.

Ich bin gespannt was bei Frifris noch an Sashiko-Spielereien zu finden sein wird!

Sonntag, 13. Juli 2014

Kirschkerne säubern und Kuchen backen.



Dieses Jahr trägt unser Kirschbaum richtig gut.
Ganz viele Früchte haben wir frisch vom Baum gegessen.
ein großer Teil wurde eingefroren,
10 Gläser eingeweckt (Waffeln mit Kirschen!)
und ein Teil gleich zu Kuchen verbacken.

Die Kerne sind nach dem Entsteinen ganz einfach sauber zu bekommen.
Für Kirschkernsäckchen!

Die Kirschkerne werden mit Wasser aufgefüllt und zugedeckt ein paar Tage stehen gelassen. Wenn sich an der Oberfläche eine feine Schimmelschicht bildet hat sich das anhängende Fruchtfleisch zersetzt.
Dann gebe ich das alles in ein großes Sieb und spüle die Kirschkerne mit der Gartenbrause ab. Sie werden mit ein bißchen Herumrühren schnell blitzsauber.
Wer will kann sie zusätzlich noch im Wäschesäckchen bei 60 Grad in die Waschmaschine tun, aber ich finde, dass sie dann beim späteren Erwärmen nicht mehr so gut riechen.
Mir reicht es aus, wenn ich sie ein paar Tage in der Sonne trockne, zusätzlich werden sie noch im Backofen mit der Restwärme eines Kuchens "sterilisiert".

Ich nähe meine Kirschkernsäckchen meist in  Kammern ab, so kann ich sie gut in den Nacken legen.
Dieses Jahr habe ich für das Kissen meinen geliebten Malen-nach-Zahlen-Stoff genommen. Die Rückseite ist ebenfalls aus der Serie, schaut aus wie Holz und ist in der Form ziemlich lustig.
Bildunterschrift hinzufügen
Während ich lieber nähe hat die Tochter einen Kuchen gebacken- das Rezept ist hier zu finden, wir haben allerdings den Schmand durch Magerquark ersetzt. Schmeckt auch super!
Und da wir schlappe 16 Kilo Kirschen eingefroren haben wird es wohl noch öfters Kirschkuchen geben.
Wir gucken dann mal bei Monikas Sonntagskuchen ob wir für nächste Woche noch ein anderes Rezept finden.  Ellens Clafoutis kann ich auf jeden Fall auch empfehlen.
Habt ihr vielleicht auch ein gutes Kirsch-Rezept?

Dienstag, 8. Juli 2014

Das völlig verdrehte Kleid

Die Geschichte dieses Kleiderschnittes begann schon letztes Jahr, als meine Freundin Annilu mit einem Kaufkleid kam. Das Ding ist derart raffiniert, das schrie geradezu nach Vervielfältigung. Sie hat den Schnitt grob abgenommen, wir haben zusammen den Feinschliff gemacht und uns spiegelverkehrte Kleider genäht.


Irene, die Fotografin, war am Sonntagnachmittag die dritte im Bunde und hat tolle Bilder auf unserem Bolzplatz gemacht- Danke, das war wirklich weltmeisterlich. Und ziemlich lustig. 

Den Schnitt des Kleides kann man auf Anhieb schwer erfassen, toll sind die gedrehten Träger und diese Mischung aus Wasserfall- und Wickelausschnitt. Wir werden auf jeden Fall nochmal probieren die Drehung im Träger wegzunehmen und Ärmel einzubauen. Für den Winter.
So schaut das Kleid von innen aus- auch hier erschließt sich die Konstruktion nicht sofort- solche Sachen werden aus der Drapierung entwickelt.
Bei ganz offensichtlichen Sachen zeigt sich dann auch die Raffinesse: Gut zu erkennen sind hier die weit nach hinten gelegten Schulternähte, so kann sich der Träger auf der Schulter drehen. Trotzdem ist das Kleid hinten hochgeschlossen damit der Wasserfallausschnitt nicht von den Schultern rutscht.
Hier noch ein grober Blick auf den Schnitt: Gar nicht so leicht zu erkennen, wie das funktioniert, oder?
Und die Moral aus der Geschichte?
Man sollte doch mal bei tollen Kaufklamotten zuschlagen, schon allein weil es sehr lehrreich ist sie zu analysieren.
Danke Heike!

Hoffentlich erweisen sich die fußballspielenden Jungs in Rio heute Abend als ebenso großes Dreamteam auf dem Rasen wie wir es an der Nähmaschine sind.

Schnitt: Privat
Stoff: Stoffmarkt ( rote Kreise), BestOff  (grün-blauer Rasterdruck)

Dienstag, 1. Juli 2014

Geldbeutel und Gartenmarkt

Passend zum Aprilwetter sind hier aus Tula Pinks Regentropfenstoff ein paar Geldbeutel entstanden-
die laminierte Baumwolle außen ist und bleibt mein Lieblingsmaterial für Geldbörsen. Es lässt sich super verarbeiten und schmuddelt nicht an. Und es liegt super in der Hand.

Auch Leder geht super für die Grete-Portemnonnaies, allerdings sollte man dann die Absteppnaht außen weglassen, wenn man keine Ledernähmaschine hat.
Völlig verliebt bin ich gerade in das silberne Glitzernappa.
Das passt vor allem super zu den metallisierten Kunststoffreißverschlüssen.


Die metallisierten Reißverschlüsse habe ich inzwischen in vielen Farben hier. Sie lassen sich so einfach verarbeiten wie Kunststoffreißverschlüsse- man kann einfach darübernähen, ohne Angst um die Nadel haben zu müssen, wie bei einer Metallkrampe.
Leichtläufigkeit, hochwertiger Look und Strapazierfähigkeit- die Dinger sind perfekt.
Die Portemonnaies, die Meterwarenreißverschlüsse und meine Lederhenkel werde ich mit nach Weiler auf Andreas Gartenausstellung nehmen, das ist wie alle zwei Jahre ein echtes Highlight.
Der Garten ist ein Traum, falls ihr Gelegenheit habt, kommt doch mal vorbei!
Markt in Weiler bei Andrea Brenner 
in der Ortsstr. 39 
Rainau - Weiler ( bei Ellwangen an der A7 )
Freitag, 18.Juli 2014 von 17-22 Uhr,
Samstag, 19. Juli 2014 von 14-21 Uhr und 
Sonntag, 20. Juli 2014 von 11-18 Uhr.